Pressemitteilung | Pflegespezialisten erhalten Schlüsselqualifikation

Halle (Saale), 17. Dezember 2019. Die Christliche Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe hat in Halle 74 Pflegespezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Weiterbildungszertifikate nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) überreicht. Die feierliche Übergabe der Zeugnisse markiert den erfolgreichen Abschluss der zweijährigen Qualifizierung nach den besonders hohen Standards der DKG. Die Weiterbildung ist Grundlage für die Leitung eines Bereiches, zum Beispiel in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung, oder für die Aufnahme eines Studiums.

Moderne Pflege profitiert von neuen medizinischen Methoden und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Mit dem bundesweit anerkannten Angebot von Weiterbildungskursen nach den Richtlinien der Deutschen Krankenhausgesellschaft reagiert die Christliche Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe in Halle (Saale) seit 2015 auf die steigenden Anforderungen an die Qualitätsstandards in allen Teilgebieten der Pflege.

Für die Kursteilnehmer ist die Qualifizierung eine besondere Herausforderung, da sie zwei Jahre lang neben dem Beruf verfolgt wird. Dabei stellen sich die Pflegeexperten regelmäßigen mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfungen. Zusätzlich zur Stärkung der fachlichen Kompetenzen werden die Teilnehmer in Aspekten der ganzheitlichen Pflege geschult. Dies bedeutet unter anderem, die Selbstständigkeit des Patienten zu stärken sowie die Familie und das soziale Umfeld konsequent in den Behandlungsprozess einzubeziehen. Die Absolventen des Jahrgangs 2019 kommen aus den pflegerischen Fachgebieten Anästhesie und Intensivpflege, Endoskopie, Psychiatrie, Onkologie und Operationsdienst. Der Erwerb der DKG-Qualifikation ist für sie der Schlüssel zu einem erweiterten Tätigkeitsfeld oder einer Führungsposition.

Bei der Übergabe der Zertifikate in der halleschen Petruskirche unterstrich Henry Rafler, Vorsitzender des Landespflegerates Sachsen-Anhalt, die Bedeutung eines positiven Pflegebildes in der Öffentlichkeit: „In der medialen Darstellung ist die Pflege immer noch viel zu häufig ein unattraktives Berufsfeld mit familienfernen Arbeitszeiten und schlechter Bezahlung. Dies entspricht weder der Realität, noch wird es den hervorragenden Qualifizierungs- und Aufstiegschancen in diesem Beruf gerecht.“

Axinia Schwätzer, Geschäftsführerin der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe, gratulierte den Absolventen zu ihrem Erfolg. „Pflege ist ein Berufsbild in der stetigen Weiterentwicklung. Dabei geht es nicht nur um die Umsetzung aktueller Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft. Wir möchten unseren Kursteilnehmern die nötige Handlungskompetenz vermitteln, um für neue Maßgaben, steigende Patientenzahlen und komplexere Krankheitsbilder, gerade bei älteren Patienten, vorbereitet zu sein“, so Schwätzer. Eine zunehmende Herausforderung sei in den vergangenen Jahren der Zuwachs von Patienten in der Psychiatrie, zum Beispiel in Verbindung mit Suchtkrankheiten, sowie von Krebspatienten und Patienten in der Palliativversorgung. Darüber hinaus gelte es, die Fachkraftquote und somit die Behandlungsstandards in den Krankenhäusern und pflegerischen Einrichtungen dauerhaft hoch zu halten. 

Ein weiterer Aspekt sei die Vermittlung eines Menschenbildes in der Pflege, das sich gegen Kostenzwänge und den engen Rahmen von Fallpauschalen behaupte. An der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe in Halle nehmen die Weiterbildungen nach den Richtlinien der DKG daher auch in Zukunft eine zentrale Rolle ein. 
 

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Gratulation an die Absolventinnen und Absolventen: Henry Rafler, Vorsitzender des Landespflegerates Sachsen-Anhalt, spricht sich bei der Übergabe der Zertifikate für eine positivere Darstellung des Pflegeberufs aus. (Quelle: Christliche Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe / Nancy Glor)