Berater/-in für die gesundheitliche Versorgungsplanung

„Wie möchte ich in der letzten Lebensphase versorgt werden, auch dann, wenn ich selbst nicht mehr entscheiden kann?“ Bisher blieb diese Frage allein in der Verantwortung betroffener Menschen und ihrer Angehörigen. Abhilfe schafft nun eine Neuerung im Hospiz- und Palliativgesetz. Nach § 132g SGB V sind Pflegeeinrichtungen angehalten, Beratungsangebote zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase anzubieten. Die Kosten für die Beratungsangebote werden von den Krankenkassen übernommen.

ACHTUNG! Aufgrund der Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie wurde der Kurs verlegt. Die neuen Kurstage finden Sie unten.

Ziele des Kurses

Die gesundheitliche Versorgungsplanung ist ein fortlaufender, dynamischer Gesprächsprozess. Ziel ist es, die Betreffenden bei einer selbstbestimmten Entscheidungsfindung zu Behandlungs-, Versorgungs- und Pflegemaßnahmen in der letzten Lebensphase zu begleiten. Damit ist häufig auch eine intensive Auseinandersetzung mit physischen, psychischen, sozialen und religiösen bzw. spirituellen Unterstützungen verbunden. Diese Entscheidungs- und Gesprächsprozesse brauchen qualifizierte Gesprächsbegleiterinnen und -begleiter. Sie ermitteln gemeinsam mit dem Betreffenden dessen Willen und tragen Sorge, dass die schriftlich formulierte Willensäußerung im Ernstfall vorliegt, anwendbar ist und regelmäßig aktualisiert wird. 

Zielgruppe

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Mitarbeitende von vollstationären Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung.

  • Einführung in die gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
  • Kenntnisse zu medizinisch-pflegerischen Sachverhalten
  • ethische und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Kommunikation in Beratungsgesprächen zur gesundheitlichen Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase
  • Dokumentation und Vernetzung

Die Weiterbildung umfasst eine Theoriephase und begleitende Beratungsgespräche.

ACHTUNG NEU!

06. und 07.05.2021 
27. und 28.05.2021 
17. und 18.06.2021


Die Lehrveranstaltungen finden an allen Kurstagen in der Zeit von 08:30 bis 15:45 Uhr an der Christlichen Akademie in Halle statt. Der erste Teil umfasst 48 Stunden Unterricht und vier begleitende Beratungsgespräche (Praxisbegleitung) in einer Einrichtung gemeinsam mit einer Dozentin/ einem Dozenten. Nach Abschluss des ersten Teils (Theoriephase und begleitende Beratungsgespräche) kann die Beratungsperson mit entsprechendem Nachweis bereits tätig werden.
 

Der zweite Teil umfasst sieben alleinverantwortlich geplante, vorbereitete, durchgeführte und dokumentierte Beratungsprozesse. Hierbei werden zu folgenden Terminen begleitende Reflexionen durchgeführt:

ACHTUNG NEU!
16.07.2021
10.09.2021
08.10.2021
05.11.2021


Auch diese Veranstaltungen finden von 08:30 bis 15:45 Uhr an der Christlichen Akademie in Halle statt.

Der Abschluss nach Teil 1 der Weiterbildung ist dann erfolgt, wenn 48 UE Theorie sowie 4 begleitete Beratungsgespräche absolviert worden sind.

Der Abschluss der Weiterbildung ist dann erfolgt, wenn im Rahmen von Teil 2 der Weiterbildung mind. 7 eigenverantwortlich geführte Beratungsgespräche  sowie die erforderliche Praxisreflektion nachgewiesen wird.

Die Teilnehmenden erhalten nach erfolgreichem Abschluss ein qualifiziertes Zertifikat der Christlichen Akademie, das den Landesverbänden der Krankenkassen bzw. den Verbänden der Ersatzkassen vorzulegen ist.

  • staatliche Anerkennung zum/zur Gesundheits- und Krankenpfleger/ -pflegerin, Altenpfleger/ -pflegerin, Heilerziehungspfleger/ -pflegerin, Heilpädagoge/ -pädagogin, Erzieher/ -Erzieherin oder eine vergleichbare Berufsausbildung    oder
  • ein einschlägiger Studienabschluss im Bereich der Medizin, der Gesundheits-, Pflege-, Geistes-, Sozial- und Erziehungswissenschaften 
  • eine dreijährige einschlägige Berufserfahrung innerhalb der letzten acht Jahre, insbesondere in Einrichtungen nach dem 11. Sozialgesetzbuch
  • Einverständniserklärung des Arbeitgebers

Anmeldeformular

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Kursleiterin