Seminar für Pädagogen/ -innen an Pflegeschulen 2021

Integratives Seminar für Pädagoginnen und Pädagogen von Pflegeschulen und pflegerischen Bildungseinrichtungen

Wo gehobelt wird, fallen Späne - Das Konzept LERNWERKSTATT in der Erwachsenenbildung

In vielen Bildungsbereichen sind Lernwerkstätten inzwischen recht bekannt und wegen ihres hohen Anteils an Aktivität beim Lernenden sehr beliebt. Es gibt zahlreich Literatur und vorgegebenes Material für die allgemeinbildenden Schulen. Für den berufsbildenden Bereich und sehr spezifische Inhalte fehlt es leider noch. Mit Kreativität lassen sich viele vorhandene Konzepte übertragen oder neu konstruieren. Lernwerkstätten sollten in einen grundsätzlichen Rahmen überführt werden. Dieser könnte ein Spielfeld aufzeigen, welches als Routine Lernende sehr selbstständig werden lässt. Jede Lernphase, jede Lernsituationen oder Thema sollte eine Lernwerkstatt beinhalten. Aktives Tun führt zu einer intensiven Verankerung, weil das Ausprobieren auf neuronaler Ebene ein unheimlicher Trigger ist. Fehler sind als Irritation zu verstehen, sie sind gewollt oder gar teilweise provoziert und haften viel stärker in unserer Erinnerung als Prozesse die glatt funktionieren. Lehrer/innen nehmen in Lernwerkstätten eine ganz neue und interessante Rolle ein. Der Output ist immens und führt zu gemeinsamen neuen Ansichten.

Ziel des Kurses

Lehren und Lernen soll aus der Meta-Perspektive nochmal neu betrachtet werden. Das Konzept LERNWERKSTATT soll als Idee vorgestellt und diskutiert werden, so dass z.B. die reine (Unterrichts-)Methode und die Lernwerkstatt auch eine gegenseitige Abgrenzung erfahren. Handlungsorientierung wird inzwischen ganz groß geschrieben und wird mit Lernwerkstätten sehr gut  bedient, so diese richtig einbettet sind und eine gute Konstruktion erfahren haben. Exemplarisch werden Lernwerkstätten für sozialmedizinische Berufe vorgestellt und auf dieser Basis neue entwickelt.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Selbstgesteuertes /-organisiertes Lernen, handlungsorientiertes Lernen
  • Konzept Lernwerkstatt, inkl. der Rahmenbedingungen
  • Vorstellung von Lernwerkstätten als Beispiele
  • Entwicklung von neuen Ideen und Austausch

ACHTUNG! Neuer Termin: 10.11.2021

Vorbereitet kann jeder – flexibel nicht: Unterrichtsvertretung als Geschenk verstehen

Junge Menschen beruflich auszubilden ist zentrale Aufgabe für Lehrer/innen in der Erwachsenenbildung. Die meisten stehen inhaltlich in ihrem Feld und sind ebenso gut methodisch ausgerüstet. Unterrichtsvorbereitung und der Erfolg in der Durchführung gehört zum normalen Alltag. Diese Voraussetzung sollte jeder Lehrende grundsätzlich mitbringen. Die heute Zeit, Personalmangel oder spontane Änderungen im Tagesverlauf verlangen jedoch oft eine flexible Reaktion. Vertretung ist daher ein schwieriges Thema für viele. Das Seminar zeigt Möglichkeiten auf, Lernsituationen ganz ad hoc zu gestalten oder aus einem müden Moment Lebendiges zu machen. Der viel kritisierte Frontalunterricht kann belebt etwas sehr Wertvolles sein, gerade wenn gemeinsame Prozesse damit geschaffen werden. Lernen geht am besten, wenn das Gefühl stimmt und es prinzipiell Spaß macht. Ja, wir Lehrer haben einen vorgegebenen Rahmen, aber wie wir uns darin „austoben“, mit wie viel Leidenschaft wir dieses Feld bedienen, liegt allein an uns.

Ziel des Kurses

Bekannte und ebenso neue Methoden werden im Sinne der Veränderungsmöglichkeiten je nach Situation betrachtet. Es geht darum gemeinsam Ideen aufzudecken, wie Unterricht ohne viel Aufwand sogar in einer Pause entstehen kann und qualitativ dem vorbereiteten Unterricht gleichzusetzen ist. Einige mögen es „Schwellenpädagogik“ nennen, die sich im Laufe des Lehrerdaseins individuell entwickelt und zur Sprache kommen darf. Junge Lehrkräfte sollen von erfahrenen Kollegen profitieren und diese können wiederum modernde Ideen aufnehmen. Spontane Situationen sollen nicht ängstigen, sie sollen als ein Geschenk wahrgenommen werden. Lernende zeigen vielmehr spontan ihr wahres Potential - ein Gewinn auf allen Seiten.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • klassische Unterrichtsmethoden kreativ umgestalten
  • Lernstrategien, besonders für spontane Unterrichtssituationen
  • Ideenaustausch zwischen den Lehrer – Generationen
  • Reflexion und Erweiterung der eigenen Flexibilität
  • Prioritäten setzen im Vertretungsfall oder wenn Lernzeit „übrig ist“
  • vorhandene Settings schnell analysieren und individuell anpassen
  • Ressourcennutzung

Wie sich Schüler der Generation „why“,„me“ und „smartphone“ abholen lassen

Schwierige Schüler/innen oder KollegInnen gibt es per se nicht. Alles was uns umgibt ist ein Resultat von Umständen oder Entwicklungen auf den Ebenen Politik, Gesellschaft, Lebensstandard usw. Die Frage ist doch grundsätzlich eher wie wir mit den Menschen in unserer Umgebung umgehen, ganz gleich mit welcher Individualität sie vor uns stehen. Konflikte entstehen, wenn Menschen nicht flexibel genug sind und dieses gilt für alle Richtungen. Wir können eine Offenheit gegenüber einer großen Bandbreite entwickeln. Die Lernenden müssen hingegen auch ein Position einnehmen, in der sie sich öffnen und abholen LASSEN. Junge Menschen haben hier ggf. noch Lernbedarf und dieser könnte im Rahmen von Berufsbildung gedeckt werden. In Formen von Classroom-Management lassen sich soziale und personale Kompetenzen sehr gut schulen. Hier spielt auch Fairness eine Rolle und diese Aspekte werden in der Teamarbeit des späteren Berufslebens dringend gebraucht.

Ziel des Kurses

Im Verlauf des Seminars wird Bewusstheit über die Andersartigkeit von Menschen geschaffen und dabei insbesondere in die junge Generation geschaut. Kritisch und vielseitig betrachtet wird auch das oft geforderte „Agieren auf Augenhöhe“ oder das „Abholen von Lernenden“. Ist das überhaupt möglich und wenn ja, dann wie? Ziel soll auch sein eine gute Beziehung zu definieren und Handlungsparameter bzw. eigene Einflussnahmen auszumachen. Thema des Seminars ist über Grenzen zu sprechen, d.h. wie kann ein Rahmen gesteckt und eingehalten werden. Es sollen Ideen vorgestellt und entwickelt werden, wie auf Grenzüberschreitungen reagiert werden könnte. Die Rolle des Lehrers im der heutigen Zeit einer veränderten Lernkultur kann – je nach Situation – sehr differenziert ausgestaltet werden.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • Individualität von Menschen und insbesondere Umstände und Werte der jungen Generation
  • Beziehungsgestaltung in einem geeigneten Lernklima
  • Classroom-Management als Chance der (sozialen und personalen) Kompetenzerweiterung
  • Regeln für ein Miteinander schaffen und Umgang mit Störungen
  • Rollen des Lehrenden
  • Förderung der eigenen psychisch-emotionalen Gesundheit im Lehrerberuf (themenbezogen)

Die Tagesseminare finden jeweils von 08:30 bis 15:45 Uhr an der Christlichen Akademie in Halle statt.

Nach erfolgreicher Teilnahme eines Seminars wird ein Zertifikat der Christlichen Akademie ausgestellt.

Anmeldeformular

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