Christliche Akademie Halle

Geschichte des Akademiegeländes

Das Gelände am Riveufer hat eine bewegte Geschichte: Einst gehörte es zum Areal der Baumwollspinnerei der Fabrikanten-Familie Rabe, erbaut Mitte des 19. Jahrhunderts. 1930 musste die Fabrik aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen abgerissen werden. An ihrer Stelle entstanden drei bürgerliche Landhäuser. Als in den letzten Kriegsmonaten Flüchtlings-Trecks durch Halle hindurch zogen und die Ängste und Nöte nach dem Umbruch nur noch größer wurden, bot die Fabrikantenwitwe Luise Rabe zunächst ein Unterkommen für die Flüchtlinge und schließlich für die karitative Arbeit des Diakoniewerks Martha-Maria. So gelang es Luise Rabe gemeinsam mit der Diakonisse Sr. Elisabeth Lange und dem Arzt Prof. Dr. Walter Grävinghoff mitten in diesen schwierigsten Nachkriegsjahren, die Kinderklinik Martha-Maria auf einem der schönsten Grundstücke am Ufer der Saale zu eröffnen. Die vergleichsweise kleine Kinderklinik erwarb sich als konfessionelles Krankenhaus weit über Halle hinaus Anerkennung. Grund dafür waren auch die Entwicklung und Verwendung fortschrittlicher Therapien, wie beispielsweise die Overhead-Methode bei einer Fehlstellung des Hüftgelenks bei Neugeborenen. In der Kinderklinik wurde aber nicht nur fleißig gearbeitet, sondern auch gefeiert. Betriebsausflüge förderten das Beisammensein und waren ein willkommener Ausgleich für den anstrengenden Klinikalltag, wie auch Dr. Irmtraut Hoyer anschaulich in dem Film zu berichten weiß.  

Mehr als 40 Jahre lang, von 1947 bis ins Jahr 1993, wurden in den Villen am Riveufer Kinder geheilt und gepflegt. Danach wurde die Kinderklinik zu einer Klinik für Orthopädie und zu einer Klinik für Neurologie umstrukturiert. Beide Kliniken wurden später in das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau verlagert.

Seit 2007 werden auf dem einstigen Klinikgelände junge Menschen und Pflegekräfte in der Christlichen Akademie aus-, fort- und weitergebildet. Gesellschafter zu gleichen Teilen sind das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau, das gemeinnützige Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara Halle (Saale) GmbH und das Diakoniewerk Halle (Kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts).

 

Wunderwege-www-Titel-1 Wunderwege Gottes

Als in den letzten Kriegsmonaten Flüchtlingstrecks durch Halle hindurchziehen und die Ängste und Nöte nach dem Umbruch nur noch größer werden, ist dies die Geburtsstunde eines einzigartigen Werkes, aus dem 1947 die Kinderklinik Martha-Maria entstehen sollte.
Fast unlösbar scheinende Schwierigkeiten werden durch wundersame Fügungen und viel Engagement überwunden, so dass inmitten einer Zeit größten Mangels ein Glaubenswerk seinen Dienst aufnehmen kann.
Die Gründerin und langjährige Oberschwester der Kinderklinik, Diakonisse Schwester Elisabeth Lange, schildert in eindrücklicher Weise, wie sich dieses Werk in mühevoller Kleinarbeit allen Bedrängnissen zum Trotz langsam ausweitet.
Dieses kleine Buch, das die Christliche Akademie neu illustriert und 2012 herausgegeben hat, ist ein beeindruckendes Zeugnis diakonischen Handelns.

Das Buch "Wunderwege Gottes" ist gegen eine Spende in der Christlichen Akademie, über Wiebke Rieske, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (0345) 5 24 26 - 34 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, erhältlich.

   
DVD-Cover DVD - Meine Zeit in der Kinderklinik Martha-Maria in Halle

Den Amateurfilm "Meine Zeit in der Kinderklinik Martha-Maria in Halle - Erinnerungen von Dr. Irmtraut Hoyer aus der Zeit von 1961 bis 1987" hat die Christliche Akademie Anfang 2014 herausgebracht. Er gibt durch Fotografien und Schmalfilmaufnahmen, die von Dr. Hoyer selbst stammen, Einblick in die Arbeit und den Alltag in der Kinderklinik. Die vergleichsweise kleine Klinik erwarb sich als konfessionelles Krankenhaus weit über Halle hinaus Anerkennung. Grund dafür waren auch die Entwicklung und Verwendung fortschrittlicher Therapien, wie beispielsweise die Overhead-Methode bei einer Fehlstellung des Hüftgelenks bei Neugeborenen. In der Kinderklinik wurde aber nicht nur fleißig gearbeitet, sondern auch gefeiert. Betriebsausflüge förderten das Beisammensein und waren ein willkommener Ausgleich für den anstrengenden Klinikalltag, wie auch Dr. Irmtraut Hoyer anschaulich in dem Film zu berichten weiß.

Der Film „Meine Zeit in der Kinderklinik Martha-Maria in Halle“ ist auf DVD gegen eine Spende in der Christlichen Akademie, über Wiebke Rieske, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (0345) 5 24 26 - 34 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, erhältlich.